Schnellinger Immobilientreuhänder GmbH | Energieausweis: Neue Pflichten für Immobilienverkäufer und -vermieter
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Der „Energieausweis“ gemäß EU Gebäude-Richtlinie ist der Ausweis, der die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes bestimmt. Nicht nur bei Neubauten muss ein Energieausweis erstellt werden, sondern in jedem Verkaufs- und Vermietungs- bzw. Verpachtungsfall muss auch für bestehende Gebäude ein Energieausweis vorliegen.

Der Energieausweis muss beim Verkauf und auch bei der Vermietung/ Verpachtung von Gebäuden und Nutzungsobjekten (Wohnungen, Büros, Geschäftsräume, etc.) dem Käufer oder Mieter/ Pächter rechtzeitig vor seiner Vertragserklärung vorgelegt und zusätzlich binnen 14 Tagen ab Vertragsabschluss auch ausgehändigt werden. Damit verfügen alle Kauf- und Miet-/Pachtobjekte in Gebäuden über vergleichbare Angaben über den energetischen Normverbrauch. Neu ab ab 1. Dezember 2012 müssen auch schon in Immobilieninseraten in Druckwerken und elektronischen Medien der spezifische Heizwärmebedarf (HWB) und der Gesamtenergieeffizienz- Faktor (fGEE) des Gebäudes oder des Nutzungsobjekts gemäß Energieausweis angegeben werden. Diese Verpflichtung trifft den Verkäufer und Vermieter.

Und wenn kein Energieausweis vorgelegt wird? Wird vom Verkäufer oder Vermieter kein Energieausweis vorgelegt, so gilt zwischen den Vertragsparteien zumindest eine dem Alter und der Art des Gebäudes entsprechende Gesamtenergieeffizienz als vereinbart. Im Übrigen kann der Käufer oder Mieter nach vergeblicher Aufforderung sein Recht auf Ausweisaushändigung gerichtlich geltend machen oder selbst auf Kosten des Verkäufers oder Vermieters einen Energieausweis einholen. Zusätzlich ist der Verkäufer oder Vermieter der die Vorlage und/oder Aushändigung des Energieausweises unterlässt mit einer Verwaltungsstrafe bis zu EUR 1.450,– zu bestrafen. Ebenso ist die Unterlassung der Angabe der Kennwerte in Inseraten mit einer Geldstrafe von bis zu EUR 1.450,– zu bestrafen.

Nur für bestimmte Gebäude sind Ausnahmen von der Vorlage und Aushändigungspflicht angeordnet, wie zB für Gebäude, die nur frostfrei gehalten werden oder bloß saisonal genutzte Wohngebäude und frei stehende Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von weniger als 50 Quadratmetern.

Quelle: Wirtschaftskammer Salzburg